Die Atombombe und die ethnische Säuberung Palästinas

Gedanken zum 80. Jahrestag der Vernichtung Hiroshimas

der Besitz von Kernwaffen […] zerstörte faktisch die Gleichheit der Staaten. Daraus ergab sich offensichtlich die Bildung von Mächten auf zwei verschiedenen Ebenen, der gewöhnlichen und der “Super”- Ebene. Das Ganze hatte aber die weniger offensichtliche und bedeutendere Folge, nunmehr auch die Existenz von Staaten auf noch niedrigerem Machtniveau weit unterhalb des Niveaus normaler Mächte zu erlauben. […] Infolgedessen konnten alle möglichen Gruppen und Individuen auf jede Art und Weise Recht und Ordnung aufheben, ohne die Folgen gewaltsamer Reaktionen der üblichen Mächte oder der Supermächte zu gewärtigen. Sie konnten auch als Staaten anerkannt werden, wenn ihnen die traditionellen Attribute der Staatlichkeit fehlten […]. Auf diese Weise führte die Existenz des atomaren Patts im Kalten Krieg zur völligen Zersetzung des traditionellen Völkerrechts und zum allmählichen Bedeutungsverlust der bestehenden Konzepte von Staat und öffentlicher Autorität. Sie öffnete die Tür zu einer Refeudalisierung der Autorität ähnlich denjenigen, die die Begründer des modernen Staatensystems und des Völkerrechts in der Zeit vom 12. bis zum 17. Jahrhundert zu überwinden versucht hatten.

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Zwei sind eine zu viel

Heute, am 4. August 2025 ist zu lesen, dass sich die Unionsfraktion von Saskia Ludwig distanziert. Die Begründung – Zitat: »Ludwig sei am vergangenen Freitag Teil eines MCC-Panels gewesen. Weidel habe im Publikum in der ersten Reihe gesessen. […] Ludwig habe gesagt, in Westdeutschland gelte es als teuflisch, die Brandmauer zwischen AfD und CDU als Problem zu bezeichnen.« Der Veranstalter wird als „rechtskonservativ“ bezeichnet, über den Inhalt dieser Veranstaltung schweigt das Medium.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit saß also Frau Ludwig in einem Panel. Erstmals war das am 16. Juli 2025, als eine Buchvorstellung diskutiert wurde: »Vereinnahmte Wissenschaft – Die Corona-Protokolle des Robert-Koch-Instituts«. Ob das mit oder ohne Wissen und Auftrag der CDU-Fraktion erfolgte ist nicht bekannt, für das interessierte Pulikum aber auch egal. Wichtiger ist es, die von ihr gegebenen Informationen zu erhalten. Dass dabei Positionen diskutiert werden, die nicht im Interesse der CDU liegen, haben solche Veranstaltungen nunmal an sich.

Die AfD war während der gesamten Corona-Zeit praktisch die einzige Partei, die vehemment die Interessen der „Corona-Leugner“ vertreten hat. Zwei mal AfD-Nähe zu zeigen, war für die CDU offenbar einmal zu viel.

Zweierlei Maß

JEDE Geiselnahme, JEDE Misshandlung und JEDER Mord an JEDEM / JEDER Unschuldigen in JEDEM Land ist mit gleicher Abscheu zu verurteilen. Das gilt für die israelischen Geiseln der Hamas genauso, wie für die palästinensische Geiseln, die von der IDF seit Jahren gefangen genommen und misshandelt werden.

Bei den Bildern über die von der Hamas schlecht behandelten israelischen Geiseln, war Merz entsetzt, Wadepuhl und Macron waren sogar schockiert. Bei den täglichen Morden an Palästinenserinnen und Palästinensern – ganz besonders den Morden an KINDERN – im Gazastreifen bleibt aber die Kritik aus Deutschland „verhalten“. Warum sind diese Herren darüber nicht genauso ENTSETZT und SCHOCKIERT? Man kann es wohl nicht anders benennen, als das Messen mit zweierlei Maß, will man das Narrativ der Großen Heuchelei nicht schon wieder bedienen. Derartige Inszenierungen sind gerade dann eine gute Steilvorlage, den Völkermord im Gazastreifen weiter zu führen, wenn selbst israelische Staatsbürger beginnen, die Genozidfrage zu stellen.

 

Coronaleugner – Die Schlacht gewonnen, den Krieg verloren?

Am 13. September 2020 fand in Hannover eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen statt. Darüber berichtete die Sendung “Panorama” des NDR in folgendem Duktus: Was uns diesmal in Hannover besonders aufgerüttelt hat: Viele Teilnehmer formulieren – teilweise verklausuliert – antisemitische Verschwörungstheorien ohne zu zögern. Was passiert da gerade, mitten in der Gesellschaft?

Bildwechsel: Das sogenannte Fest für Freiheit und Selbstbestimmung? […] Doch es gibt einen schwerwiegenden Vorwurf: Hier seien auch viele Antisemiten unterwegs. Wir wollen wissen: Stimmt das – und fragen mal etwas genauer nach.

Die Moderatorin beendet den Beitrag mit den WortenJa und das zeigt wie wichtig es ist, aufzuklären, die Hintergründe diese Verschwörungsmythen klar zu benennen, zumal heute die Gründung des Zentralrats der Juden vor 70 Jahren gefeiert wurde.”

Natürlich wurden und werden Demos von anderen Gruppierungen für ihre Interessen missbraucht und/oder unterwandert, gerne auch von der dem Verfassungsschutz mittlerweile nahestenden Antifa.

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Arroganz der Macht

Tiefer gehende Betrachtungen – auch zum Thema Energie – äußert Scott Ritter in diesem Video. Es sind Gedanken darüber, was der „New Deal“ zwischen der korrupten Ursula von der Leyen und Donald Trump in Wirklichkeit bedeutet. Ein sehr zu empfehlender Beitrag!

Nicht in unserem Namen

Am 9. Mai 2025 hatte der Gesprächskreis Darmstadt der NachDenkSeiten die Möglichkeit, gegenüber unseren russischen Mitbürgern seinen Missmut zu den  Kriegsvorbereitungen des neuen Merz – Regimes in Berlin  zum Ausdruck zu bringen. Wir taten das im Rahmen einer Rede, die wir anlässlich des Gedenkens verstorbener russischer Kriegsgefangener auf einem Friedhof in Südhessen hielten. Nachfolgend ist der Inhalt dieser Rede hier wiedergegeben:

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Zur medialen Bewertung des israelischen Angriffs auf den Iran

Leserbrief vom 14.06.2025

Was unterscheidet die Bewertung des israelischen Angriffs auf den Iran von der des russischen Angriffs auf die Ukraine? Ich wüßte da einige talkshowtaugliche Antworten, die aber alle nicht überzeugen. Weil das Völkerrecht insoweit nicht unterscheidet zwischen Freund und Feind, nicht zwischen Demokratien, Monarchien, Diktaturen usw. – aus gutem Grund. Weil der Krieg unter allen das schlimmste Übel ist. Es zeigt sich mal wieder, daß alle Welt sich nur selektiv auf das Völkerrecht beruft, wo es gerade paßt. Israel schon lange nicht mehr. Und weil das so ist, wollen alle Länder mit Machtambitionen die Atombombe. Das gilt für Israel wie für den Iran. Israel sieht sich dadurch bedroht und „reagiert präventiv“, weil es einen atomar bewaffneten Iran nicht mehr in dieser Weise angreifen könnte. Zugleich unterstellt es dem Iran, das atomar bewaffnete Israel mit der Bombe angreifen zu wollen. In dieser verqueren Logik braucht jeder, der die Bombe hat, sie nur zur Abschreckung, zur eigenen Sicherheit, während jeder, der nach ihr strebt, damit natürlich Böses im Schilde führt. Tatsächlich dürfte es eher andersherum sein. Wer die Bombe will, verspricht sich davon Souveränität, Unangreifbarkeit. Wer sie hat, will die daraus erwachsene Vormacht, die Durchsetzungskraft gegenüber denen, die sie nicht haben, nicht verlieren. Wo Macht das Fundament von Freiheit und Sicherheit ist, muß diese mit allen Mitteln – notfalls auch mit aller Gewalt – verteidigt werden. So erwächst das Problem aus seiner „Lösung“. Pikant: Mit seiner unverbrüchlichen Treue aus „Staatsraison“ relativiert und unterstützt Deutschland in Israel eine Regierung, die unser Verfassungsschutz nach seinen Kriterien zweifellos als „gesichert rechtsextrem“ einstufen müßte.

Michelstadt, 14.06.2025
Detlev Matthias Daniel

80 Jahre nach Kriegsende: Vertreibung

»Zur gleichen Zeit, als der Nürnberger Prozess lief, wurden jedoch Millionen von Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben, auf Beschluss oder zumindest mit Billigung derselben Mächte, deren Ankläger und Richter in Nürnberg über nationalsozialistische Kriegsverbrechen befanden, u. a. über Massendeportationen.«

Alfred M. De Zayas: „Die deutschen Vertriebenen – Keine Täter sondern Opfer“, ARES Verlag, 2006, S. 63

In den zurückliegenden Wochen wurde an vielen Orten in Deutschland dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedacht. Für die überwiegende Mehrheit derjenigen Menschen, die damals in den von den Westalliierten besetzten Gebieten lebten, ging in der Tat wohl eine schlimme Zeit zu Ende. Nicht aber für mehr als 15 Millionen Deutsche. Sie mussten mit ihrer Vertreibung erst noch ein weiteres tiefes Tal der Tränen durchschreiten, aus dem mehr als zwei Millionen von ihnen nicht mehr lebend heraus kamen, ehe auch sie „zur Ruhe“ kamen.

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Eklat im Weißen Haus

Kommentar 02.03.2025

Selbst strammste Transatlantiker*Iinnen regen sich derzeit darüber auf, wie Trump und Vance Selenskyj vor laufenden Kameras in die Mangel genommen haben. Viele Politiker europäischer Staaten beeilen sich denn auch flugs, dem vermeintlichen Opfer ihre uneingeschränkte „Solidarität“ zu bekunden. Eine von J.D. Vance gemachte Aussage bleibt dabei auffallend unterbelichtet:

You went to Pennsylvania and campaigned for the opposition in October….“zu hören bei Zeitpunkt 25:50 hier.

Der Vizepräsident ist offenbar „angefressen“ darüber, dass Selenskyj während des US-Wahlkampfs „Papa Joe“ unterstützte. Hat er das? Nun, die Grüne selbsternannte Nichtregierungsorganisation Zentrum Liberale Moderne (Kurzform LibMod), „gefördertvom (bisher) Grünen Außenministerium und bezahlt vom (bisher) Grünen Familienministerium berichtet hier:

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte Ende September eine Woche lang die USA, um sich mit Kamala Harris, Donald Trump und US-Präsident Joe Biden zu treffen. Und seinen „Siegesplan“ vorzustellen. Das Gespräch mit Harris verlief ehe formell, während Trump verärgert auf Selenskyjs Besuch in einem Munitionswerk in Pennsylvania reagierte, bei dem ihn nur Demokraten begleiteten. Während frühere Besuche von Wolodymyr Selenskyj in den USA dazu beitrugen, beide Parteien in der Unterstützung der Ukraine zu vereinen, [….] forderte der Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson in einem offenen Brief an Selenskyj die Abberufung der ukrainischen Botschafterin in den USA Oksana Markarowa wegen angeblicher „Einmischungen“ in die US-Wahlen. […]Anfangs war unklar, ob Wolodymyr Selenskyj den republikanischen Präsidentschaftskandidaten überhaupt treffen würde……

Niemand muss sich daher über diese Retourkutsche wundern. Doch auch für Vance gilt: So fühlt es sich an, wenn sich Staat ungefragt in Wahlkämpfe anderer, schwächerer Staaten einmischt. Ob er das in Zukunft beherzigen wird bleibt abzuwarten.

Und noch etwas fällt auf: Selenskyj bedankt sich für alles Mögliche bei seinen bisherigen Gönnern, nur für eines nicht: Für die 5 Milliarden Dollar Investition in den Regime Change 2014. Stattdessen unterstellt er viel lieber Putin, bereits 2014 große Teile der Ukraine besetzt und auch die Krim annektiert zu haben. Kein Wort über den vorherigen ukrainischen Terror im Gewerkschaftshaus von Odessa und gegen die russischen Minderheiten nach dem Maidan im Donbas. Eine derart einseitige Rhetorik kann nur einem Zweck dienen: Die Alleinschuld des Gegners an diesem Krieg aufrecht zu erhalten. Viele seiner Aussagen erinnern an das Arsenal klassischer Kriegspropaganda:

  1. Der Gegner trägt die Verantwortung

  2. Der Führer des Gegners ist ein Teufel

  3. Wir kämpfen für eine gute Sache

  4. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen

  5. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich

  6. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm

  7. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache

  8. Unsere Mission ist „heilig“

  9. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht ist ein Verräter

Mit Crescendo wiederholte Trump:

You‘re gambling with World War III“

Damit hat er recht!

Die Münchner (Un) Sicherheitskonferenz (MSC)

Kommentar 04.02.2025

In der Ausgabe der WELT von gestern stand: „AfD und BSW sind bei Münchner Sicherheitskonferenz unerwünscht.“ Die Begründung ist irrwitzig: Beide Parteien entsprächen nicht dem Grundprinzip „Peace through dialogue, Frieden durch Dialog“. Sowohl die AfD als auch das BSW hätten den Deutschen Bundestag verlassen, als Selenskyj gesprochen hat. Das sei das Gegenteil von Dialog und nicht im Geiste des Konferenzgründers. Das wirft Fragen auf….. „Die Münchner (Un) Sicherheitskonferenz (MSC)“ weiterlesen

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