Im Februar 1913 ließ der Erste Lord der Admiralität, Marineminister Winston Churchill, die „Cunard“-Linie wissen, dass sich die Stunde der Bewährung nähere, denn: »Der Krieg gegen Deutschland ist sicher – spätestens im September 1914 wird er ausbrechen«. Er wies die „Cunard“ – Linie an, ihr Kreuzfahrtschiff „Lusitania“ kriegstüchtig zu machen. Ab 12. Mai 1913 wurden daraufhin im Liverpooler Trockendock „unter strenger Geheimhaltung“ an dem Dampfer die Bordwände besonders armiert, zwei Munitionskammern eingebaut, Schutz- und Oberdecks erhielten Panzerplatten, Pulvermagazine und Halterungen für Granaten wurden eingebaut und als letztes zwölf 15 cm nach außen abgeschirmte Schnellfeuergeschütze. Am 28. Juli 1914 war es dann soweit. Der Erste Weltkrieg begann mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien, gefolgt am 30. Juli von Russland gegen den Operettenstaat, und wieder 2 Tage später vom Deutschen Reich an Russland. Churchill lag 1 ½ Jahre vor Kriegsausbruch nur ca. 4 Wochen mit seiner Vorhersage daneben.
Heute ist Deutschland seit geraumer Zeit dabei, wieder einmal kriegstüchtig zu werden und Russland versteht das sehr wohl. Hunderte von Milliarden werden dafür freigesetzt und laut Boris Pistorius könnte es 2029 so weit sein. Wie weit wird er mit seiner Prognose daneben liegen? Und der Feind ist seit mehr als 100 Jahren immer noch derselbe! Aber warum dieses Mal? Dieser Frage soll hier nachgegangen werden.
„Ein gebrochenes Versprechen – James Baker am 9. Februar 1990 in Moskau“ weiterlesen


