80 Jahre nach Kriegsende: Vertreibung

»Zur gleichen Zeit, als der Nürnberger Prozess lief, wurden jedoch Millionen von Deutschen aus ihrer Heimat vertrieben, auf Beschluss oder zumindest mit Billigung derselben Mächte, deren Ankläger und Richter in Nürnberg über nationalsozialistische Kriegsverbrechen befanden, u. a. über Massendeportationen.«

Alfred M. De Zayas: „Die deutschen Vertriebenen – Keine Täter sondern Opfer“, ARES Verlag, 2006, S. 63

In den zurückliegenden Wochen wurde an vielen Orten in Deutschland dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedacht. Für die überwiegende Mehrheit derjenigen Menschen, die damals in den von den Westalliierten besetzten Gebieten lebten, ging in der Tat wohl eine schlimme Zeit zu Ende. Nicht aber für mehr als 15 Millionen Deutsche. Sie mussten mit ihrer Vertreibung erst noch ein weiteres tiefes Tal der Tränen durchschreiten, aus dem mehr als zwei Millionen von ihnen nicht mehr lebend heraus kamen, ehe auch sie „zur Ruhe“ kamen.

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