Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Hirosihma

Heute ist der 79. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs in der Geschichte der Menschheit. Die offizielle deutsche Geschichtsschreibung (kurz und knapp) dazu lautetDa die japanische Regierung auch nach dem Bombenabwurf auf Hiroshima nicht bedingungslos kapitulierte, entschied sich die US-Regierung für den Abwurf einer zweiten Bombe.

Andere Quellen schreiben dazu: Es ist […] klar, dass der Sieg über Japan die A-Bombe genauso wenig erforderlich gemacht hat, wie den Kriegseintritt Russlands oder die Invasion der japanischen Hauptinseln durch die Amerikaner. Doch [….]: Andere Faktoren mit spezifischen Interessen und nicht-rationalen Erwägungen waren zu mächtig.” Und weiter: In den amerikanischen Berichten über den ersten Atombombeneinsatz hieß es, dass sich die Zielauswahl auf militärische Objekte bezog. Bis heute ist nicht allgemein bekannt, dass der offizielle Auftrag auf Kabinettsebene zu diesem Thema ausdrücklich besagte: “Militärische Ziele umgeben von Arbeiterwohnungen”.

Daraus ergibt sich die folgende Frage: Ist davon auszugehen, dass selbst bei einer bedingungslosen Kapitulation, die zweite Bombe gezündet worden wäre? Denn: Es waren zwei unterschiedliche Bomben (Uran und Plutonium) mit einem jeweils unterschiedlichen Zündsystem und wann, wenn nicht zum damaligen Zeitpunkt, würde sich je wieder ein Zeitfenster ergeben, während welchem eine brandneue, allein zum massenhaften Töten von Menschen entwickelte Technik am “Lebendobjekt” getestet werden könnte?

Indizien für diese Frage sind nicht nur diese beiden Hinweise in „Tragödie und Hoffnung, sondern auch der folgende chronolgische, jederzeit übeprüfbare Verlauf:

Am 24.06.1945 unterzeichneten die USA in San Franzisco zusammen mit 50 weiteren Staaten die Charta der neu gegründeten Vereinten Nationen. Diese Charta enthielt schon damals das bis heute in ihrem Wortlaut unveränderte Friedensgebot von Artikel 2(4): Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede […] Androhung oder Anwendung von Gewalt.” Vier Wochen nach der Unterzeichnung des Friedensgebots kapitulierte Japan am 21.07.1945, wenngleich nicht bedingungslos und drei Tage später, am 24.07.1945 ergaben sich die letzten japanischen Truppen in Okinawa. Am 06.08.1945 fällt die erste Urambombe auf Hiroshima – dem unterzeichneten Friedensgebot zum Trotz. Am 08.08.1945 ratifizierten die USA die UN-Charta, um nur einen Tag später, am 09.08.1945 die Plutoniumbombe auf Nagasaki zu werfen – dem ratifizierten Friedensgebot zum Trotz. Am 24.10.1945 trat die UN – Charta schließlich erst in Kraft. Warum erst jetzt? Warum sonst treten Verträge nicht zum Zeitpunkt der Ratifizierung sondern erst verspätet in Kraft, wenn sich dahinter nicht die Absicht verbirgt, bis zum Inkrafttreten noch ganz gezielte, vorher geplante Aktionen durchführen zu können?

Auch die weniger bekannten Gründe der Atombombenabwürfe finden sich in „Tragödie und Hoffnung„. Allen voran: Die Sowjetunion zu bedrohen! Insofern fast 80 Jahre nach dem 2. Weltkrieg: „Im Osten nichts neues.“