Die gehören nicht dahin

Schon im zweiten Teil der Überschrift kommt eine überdenkenswerte Tonlage durch: „Beucher kritisiert Russenteilnahme„.  Eine solche Wortwahl im Zeitalter strikter Korrektheit beim Gendern?

Wer sind „DIE„? Ganz einfach: Behinderte Menschen!

Der DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher weiter: „Wenn von Olympischen und Paralympischen Spielen Friedensbotschaften ausgehen sollen, dann darf man einem Aggressor, der ein anderes Land überfällt und dort Tod sowie Verderben schafft, nicht mit seinen Athleten die Möglichkeit geben, dass sie neben den ukrainischen Sportlern in einem Wettkampf stehen.

Faktencheck: Olympische Sommerspiele, Sidney 2000: Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg unter Führung der USA bzw. NATO begann 1999 gegen Restjugoslawien. Die USA waren mit 586 Athleten bei den Spielen dabei, die überfallene und gerade noch existierende Bundesrepublik Jugoslawien mit 111. Athen 2004: Ein Jahr zuvor wurde in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg (der mit der Lüge von „Massenvernichtungswaffen“ begann), der Irak von den USA und Großbritannien überfallen (Koalition der Willigen). Die USA waren mit 536 Athleten dabei, Großbritannien mit 259 und der überfallene Irak mit 25.

Weitermachen?

Olympische Sommerspiele 2016: 3 Sportler aus dem Jemen, 12 Sportler aus Saudi-Arabien.  Ein Jahr zuvor, am 25. März 2015 fiel Saudi-Arabien in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg (ohne UNO-Mandat) über den Jemen her. Bis heute mehr als 250.000 Tote!

Was also soll dieses Gerede des DBS Präsidenten? Werden immer nur die behinderten Menschen bestraft, deren Land nicht zur „westlichen Wertegemeinschaft“ gehört? Was können Sportlerinnen und Sportler für die Machenschaften ihrer Eliten?

Uuuups. Als DBS-Präsident gehört ja Hr. Beucher selbst zu eben jener Eliten unseres Landes.